Weisheitszähne müssen nicht immer raus – wann aber doch?

Animation von schmerzenden Weisheitszähne im Kiefer

Bevor die Weisheitszähne durchbrechen, hast Du 28 Zähne. Im Normalfall kommen die Weisheitszähne erst bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.

Doch jeder Mensch ist etwas anders. Aufgrund von erblichen Unterschieden kann es vorkommen, dass sie bei Dir auf eine andere Art und Weise in Erscheinung treten.

Zähne bilden sich aus Zahnkeimen. In manchen Fällen bildet sich dieser nicht. Dann kann auch kein Weisheitszahn heranwachsen.

Bei manchen Menschen wachsen die Weisheitszähne heran, kommen aber nicht an die Oberfläche.

Andere brechen nur teilweise durch. Dadurch sorgen viele Weisheitszähne für Probleme.

Allerdings gibt es über das Entfernen unterschiedliche Meinungen. Vor allem ist umstritten, ob ein Weisheitszahn vorsorglich entfernt werden soll.

Tatsache ist, dass zu diesem Thema noch einige Fragen geklärt werden müssen.

Entscheidend ist bei Weisheitszähnen, wann Du sie entfernen lassen solltest.

Was genau sind Weisheitszähne?

Deine Weisheitszähne sitzen sowohl im Ober- und im Unterkiefer. Von der Mitte des Gebisses aus gezählt haben sie die Nummer acht. Sie stecken also in der hintersten Ecke des Gebisses.

Animation der Position der Weisheitszähne im Unterkiefer

Soweit alle durchbrechen, hast Du vier Weisheitszähne. Normalerweise kommen die großen Zähne im Alter von ungefähr 17 bis 30 Jahren.

Doch gibt es auch einige Sonderheiten beim Zeitpunkt, wann ein Weisheitszahn entsteht.

Schließlich müssen sich auch Senioren mit durchbrechenden Weisheitszähnen herumärgern. Näheres dazu berichtete die Rundschau-online in einem Artikel.

Was ist das Besondere an einem Weisheitszahn?

Der Zahnwechsel von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen ist mit ungefähr zwölf Jahren abgeschlossen. Jedoch wachsen die Weisheitszähne erst später.

Die Weisheitszähne bilden sich aus Keimen aus. Diese bilden sich ungefähr mit 14 Jahren. Damit beginnt ein langer Reifungsprozess.

Viele Menschen bemerken davon nichts. In den meisten Fällen macht sich ein Weisheitszahn erst bemerkbar, wenn er durchbricht.

Woher kommt der Name?

Der Name „Weisheitszahn“ leitet sich von ihrem späten Erscheinen ab.

Vor etwa tausend Jahren nutzte der persische Arzt Avicenna (980 bis 1037) diese Bezeichnung erstmals im arabischen „Kanon der Medizin“.

Weltweit existieren unterschiedliche Namen. Dabei beziehen alle sich auch auf das späte Auftreten der Zähne.

Im asiatischen Raum heißt der Weisheitszahn „kauernder Zahn“. In Thailand heißt er „jüngster Zahn“ und In Indonesien oder in Japan „den Eltern unbekannt“.

Anomalien in Form und Aussehen

Oft weichen Weisheitszähne von der charakteristischen Zahnform ab.

Normalerweise hat ein Backenzahn vier Höcker. Anstelle dessen weisen Weisheitszähne manchmal drei oder sogar fünf Höcker auf.

Ebenso variiert die Anzahl der Wurzeln. Vier bis sechs Wurzeln sind durchaus möglich. Diese können miteinander verwachsen oder hakenförmig verlaufen.

Dabei zeigen sie des Öfteren die Tendenz, sich an die benachbarten Zähne oder Nerven anzulegen.

Es tauchen auch immer wieder überzählige Weisheitszähne auf. Die Medizin spricht dann von den „Neunern“. Also Nummer neun für den letzten Zahn der Zahnreihe.

Überbleibsel aus der Evolution

Brauchen wir überhaupt Weisheitszähne? Die Antwort findest Du in der Evolution des Menschen.

Unsere Vorfahren hatten einen größeren Kiefer. Dort passten die 32 Zähne gut hinein.

Die untere Gesichtspartie des Menschen wurde über die Jahrhunderte kontinuierlich kleiner und mit ihr auch der Kieferknochen.

Die Anzahl der Zähne ist jedoch gleich geblieben.

So entstand das moderne Missverhältnis zwischen der Größe der Zähne und der Größe des Kiefers.

Als Überbleibsel der Evolution des Menschen finden die Weisheitszähne heute kaum ausreichend Platz.

Erst ganz langsam reagiert der menschliche Körper auf diese Entwicklung. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundesärztekammer, erklärt dazu: „Nicht jeder bekommt Weisheitszähne“.

Wann beginnen Weisheitszähne zu schmerzen?

„Zwischen den Zähnen herrscht ein Platzkampf. Weisheitszähne nehmen auch Platz weg, wenn sie nie durchbrechen“, erläutert Kai Fortelka, Sprecher der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).

Der Durchbruch des Weisheitszahns

Wenn die Weisheitszähne kommen, sprechen Fachleute von „durchbrechen“. Dieses Durchbrechen ist eine lange Prozedur. Dabei können Jahre vergehen.

Betroffene spüren zu Beginn ein mehr oder weniger starkes Druckgefühl im Bereich der Backenzähne.

Diese Symptome können bis zu den Ohren ausstrahlen.

Auf dem Bild siehst Du einen Weisheitszahn, der noch nicht vollständig durchgebrochen ist.

Durchbrechen von Weisheitszähnen

Durch die monatelange Beanspruchung des Zahnfleisches bilden sich häufig Weisheitszahn-Taschen. Diese sind Zwischenräume zwischen Deinem Zahn und dem Zahnfleisch.

Diese Taschen bieten einen idealen Nährboden für Bakterien. Dadurch entstehen Entzündungsherde, welche eine Parodontose auslösen können.

Unter diesen Umständen raten Zahnärzte den Weisheitszahn zu entfernen. Dies gilt besonders dann, wenn ein Zahn nach zwei Jahren noch nicht durchgebrochen ist.

Wer den Weisheitszähnen beim durchbrechen unterstützen möchte, kann zu einem bewährten Weisheitszähne-Hausmittel greifen. Häufiges Kaugummi-Kauen fördert den Durchbruch.

Trotzdem muss ausreichend Platz für den Zahn vorhanden sein.

Wenn Weisheitszähne quer wachsen

Oftmals brechen Weisheitszähne gar nicht oder unvollständig durch. Bleibt der Zahn beim Durchbrechen stecken, kann er massiv Probleme machen.

Nahe der Weisheitszähne befinden sich Lymphknoten. Diese können sich stark vergrößern.

Viele Menschen bemerken auch Schwellungen im Gesicht. So entsteht die sogenannte Kieferklemme.

Währenddessen kann sich die Schleimhaut im Bereich eines Weisheitszahns entzünden. Dabei treten ein eitriges Sekret und reichlich Speichel aus.

In einzelnen Fällen führen diese Symptome zur Mundfäule. Des Weiteren kann auch Karies am Weisheitszahn entstehen.

Weisheitszähne bereiten ebenfalls erhebliche Beschwerden, wenn sie im Knochen liegen.

Wenn sie quer wachsen, drücken sie auf die Wurzel des Nachbarzahnes. Dadurch empfinden Betroffene indirekt Schmerzen im Gesicht oder Ohrenschmerzen.

Dabei kann sich auch das Zahnfleisch entzünden.

In schwerwiegenden Fällen bilden sich Zysten in den Zahnsäckchen.

Wann können Weisheitszähne von Nutzen sein?

Wenn Deine Weisheitszähne mit 30 oder 40 durchbrechen, spricht einiges für ihren Erhalt.

Voraussetzung dafür ist, dass keine gesundheitlichen Probleme auftreten.

Auf diese Weise gewinnst Du einen Ersatzzahn, falls ein Backenzahn verloren geht.

Überdies kann ein Weisheitszahn als Brückenpfeiler bei einer Zahnbrücke dienen.

Das Entfernen der Weisheitszähne

weisheitszähne operation - gezogenen Zahn mit OP-Besteck auf Holztisch

Viele Menschen fürchten sich vor dem Entfernen der Weisheitszähne.

Auch operativ tätige Zahnärzte sehen den Eingriff als überdurchschnittlich problembehaftet an.

Denn sie sind aufgrund ihrer Position im Kiefer schwer zugänglich. Zudem befinden sich die Weisheitszähne im Unterkiefer nahe am Unterkiefer-Nervenkanal.

Ebenfalls sind abnormale Krümmungen der Wurzel ausgesprochen heikel. Dies kommt verhältnismäßig häufig vor.

Demzufolge können Schädigungen des Nervenkanals auch bei sehr behutsamer Operation vorkommen.

Dennoch ist es ratsam, Deinen bestmöglichen Nutzen gegen die Risiken abzuwägen.

Es gibt gute Gründe, einen Weisheitszahn zu entfernen.

Wer entfernt Deine Weisheitszähne?

Wenn Du einen routinierten Zahnarzt kennst, ist dieser deine erste Adresse.

Dein Zahnarzt überweist Dich ohnehin an chirurgisch versierte Kollegen, Oralschirurgen oder Kieferchirurgen, wenn es eine kniffeligere Behandlung wird.

Wie entfernt ein Zahnarzt Weisheitszähne?

Wenn Du Deine Weisheitszähne entfernen lässt, erhältst Du eine örtliche Betäubung. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, du bist dann schmerzfrei.

Daraufhin zieht Dein Zahnarzt den Weisheitszahn mithilfe von Hebel und Zange.

Bei mir hat das ganze gerade einmal 2 Minuten gedauert. Dann war der Zahn draus.

Abhängig vom Narkosemittel, sollte die Wirkung rund vier Stunden nach der Betäubung wieder nachlassen.

Wenn die Zähne unter dem Zahnfleisch liegen, wird es eine Weisheitszähne-OP.

Hierfür muss ein Zahnchirurg den Zahn freilegen und aus dem Kieferknochen lösen. Die gesamte Operation dauert in der Regel zwischen 20 Minuten und einer Stunde.

Ist das Ziehen der Weisheitszähne mit Narkose möglich?

„Experten empfehlen die Vollnarkose nur bei speziellen Fällen, wie beispielsweise einer schwierigen Lage. Ebenfalls wenn alle vier Weisheitszähne gleichzeitig gezogen werden sollten.

Selbstverständlich erhalten Angstpatienten eine Vollnarkose“, erklärt Professor Michael Ehrenfeld, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum der Universität München.

Weisheitszähne-Operieren mit örtlicher Betäubung?

Das operative Entfernen eines Weisheitszahns erfolgt völlig schmerzfrei unter örtlicher Betäubung.

Nach dem die Betäubung wirkt, beginnt der Arzt bei der gängigen Methode zunächst mit einem Schnitt oder mehreren Schnitten ins Zahnfleisch.

Anschließend wird das Zahnfleisch weggeklappt und Dein Zahnarzt fräst den Knochen vor dem Zahn weg.

Durch diese Öffnung im Knochen holt er den Zahn heraus.

Danach muss nur noch alles sorgfältig wieder verschlossen werden. Dein Kieferknochen baut sich in der Regel von alleine wieder auf.

Vorbeugende Entfernung umstritten

Die Meinungen gehen hier auseinander.

Einige Zahnärzte sind grundsätzlich dafür, Weisheitszähne zu entfernen. Für sie spielt es keine Rolle, ob Weisheitszähne Probleme verursachen oder nicht.

Schließlich würden sie längerfristig ohnehin zu gesundheitlichen und ästhetischen Problemen führen. Zumal sie im modernen Gebiss nicht mehr für das Kauen zuständig sind.

Röntgenbild Weisheitszähne verschieben Zahnreihe

Gegensätzliche Argumente liefern Zahnärzte, die generell auf die Problematik und Risiken bei  Eingriffen hinweisen.

Jede Art der Entfernung ist unangenehm und kann empfindliche Nebenwirkungen haben.

Wissenschaftlich sei nicht nachgewiesen, ob das Ziehen beschwerdefreier Zähne spezielle Vorteile hätte.

Zahnärzte mit dieser Sichtweise raten Dir abzuwarten. Denn solange die Weisheitszähne gesund sind, können sie auch nützlich sein.

Wann bekommst Du grünes Licht für eine Entfernung?

„Eine prophylaktische Entfernung ist zwar kein Fehler, man ist aber heute viel vorsichtiger geworden“, erklärt Professor Ehrenfeld.

Da die Krankenkassen heute nur noch notwendige Eingriffe bezahlen, muss Dein Zahnarzt eine medizinische Beurteilung abgeben.

Dazu bestimmt er Deine Kiefergröße mithilfe von Röntgenbildern.

Am besten läßt Du Deine Weisheitszähne im Alter von 17 Jahren einschätzen. Dann kann Dein Zahnarzt bereits erkennen wie groß Deine Zähne werden und wie viel Platz sie haben werden.

Wichtige Fragen vor der Behandlung

Um die Risiken von Eingriffen besser abwägen zu können, helfen möglicherweise die Antworten auf folgende Fragen.

 - Verursachen die Weisheitszähne Fieber?

 - Hast Du Schmerzen am Kiefer oder an den benachbarten Zähnen?

 - Liegt der Weisheitszahn direkt an einem großen Nerv?

 - Ist der Eingriff sehr riskant?

Menschen in Kiefer-Orthopädischer Behandlung

Deine Zähne verschieben sich im Laufe Deines Lebens. Das ist ganz normal. Dadurch ist es auch beispielsweise möglich Zähne mit Zahnspangen in die richtige Anordnung zu rücken.

Die Weisheitszähne können Deine Zähne weiter verschieben. Dies muss aber bei Dir nicht der Fall sein.

Wenn ausreichend Platz zwischen den Zähnen und einem Weisheitszahn vorhanden ist, kannst Du den Weisheitszahn behalten.

Wesentliche Gründe für das Entfernen

Erst wenn ein Weisheitszahn die Zahnreihen im Kiefer verschiebt, muss er gezogen werden.

Denn dann übt er einen zu großen Druck gegen die benachbarten Zähne aus und schädigt letztendlich das ganze Gebiss.

Genauso sollten sie gezogen werden, wenn gravierende Folgen für die Zahngesundheit abzusehen sind.

Dies können beispielsweise Zahnfleischentzündungen, Beschwerden beim Kauen und Schlucken sowie Karies sein.

Gerade Infektionen können sich ausbreiten und Abszesse bilden.

Sind solche Komplikationen vorhersehbar, empfiehlt sich eine Operation vor dem Durchbrechen.

Nachdem die Weisheitszähne gezogen sind

In einigen Fällen kann es nach dem operativen Eingriff zu einer verzögerten Wundheilung kommen.

In der Regel bekommen Patienten bei der Operation eine Drainage aus Gummi bis zum nächsten Tag. Diese führt Flüssigkeiten ab und verhindert Schwellungen oder Entzündungen.

Manche Patienten erhalten vorbeugend Antibiotika.

Wer die Weisheitszähne operieren lässt, muss zwei bis drei Tage mit Beeinträchtigungen rechnen.

Halten Deine Symptome länger an, suche besser so schnell wie möglich Deinen Zahnarzt auf.

Es könnte sein, dass sich Deine Wunde infiziert hat oder Nerven und Kiefer beschädigt wurden.

Was hilft gegen die Schmerzen nach dem Eingriff?

Schmerzen können auftreten, wenn die Betäubung nachlässt. Du musst aber nicht wirklich große Schmerzen verspüren.

Bei mir kamen drei Weisheitszähne in einzelnen Eingriffen raus und nur bei einem hatte ich wirkliche Schmerzen.

Wenn Du zu Schmerzmitteln greifst, vermeide am besten den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS).

ASS ist vielmehr unter dem Markennamen Aspirin bekannt. Dieser Wirkstoff erhöht die Gefahr von Blutungen.

Ibuprofen und Paracetamol enthalten kein ASS und sind gute Schmerzmittel.

Neben Schmerzmitteln lindert auch stetiges Kühlen die Schmerzen und hilft gegen mögliche Schwellungen.

Bei mir half das Kühlen direkt nach der Behandlung sehr gut. Dadurch war die Schwellung nicht so stark und am nächsten Tag auch fast nicht mehr zu sehen.

Dosierung von Schmerzmitteln

Für Patienten mit besonderem Schmerzempfinden empfiehlt sich eine Dosis von 400 mg Ibuprofen. Dieses lindert die Schmerzen mehr als 1.000 mg Paracetamol-Tabletten.

Du kannst Paracetamol und Ibuprofen kombinieren. Achte jedoch auf die empfohlene Höchstdosis.

Verzicht auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel

Alle Nahrungsmittel, die den Blutdruck steigern, wie etwa Koffein, können Nachblutungen verursachen.

Ebenso schädlich kann sich Alkohol auswirken. Damit hemmst Du die Fähigkeit Deines Blutes zu gerinnen.

Auch solltest du vermeiden zu rauchen. Die Heilung der Wunde wird dadurch möglicherweise verlangsamt.

Weisheitszähne Essen nach OP Suppe auf Holztisch

Was kannst Du nach dem Weisheitszähne-Ziehen essen?

Am Tag der Behandlung ist es ratsam, nur weiche Speisen zu Dir zu nehmen. Hier bieten sich Suppen und breiförmige Gerichte an.

Für mich war auch ein Cheeseburger weich genug 🙂

Vor allem solltest du darauf achten nicht zu feste zuzubeißen.

Bestimmte Aktivitäten vermeiden

Andauerndes Mundspülen behindert den natürlichen Heilungsprozess.

Selbstverständlich brauchen Deine Zähne die gewohnte Zahnpflege. Den Bereich um die Wunde kannst Du in den ersten Tagen aussparen.

Während dieser Zeit hilft eine chlorhexidinhaltige Mundspülung der Mund- und Zahngesundheit.

Für eine ausreichende hemmende Wirkung gegen Entzündungen sollte das Chlorhexamed mindestens 0,1 Prozent Chlorhexidin enthalten.

Vermeide zu Deiner eigenen Sicherheit alle sportlichen Aktivitäten oder körperlichen Anstrengungen.

Ein steigender Blutdruck kann Nachblutungen hervorrufen. Daneben behindern starke Anstrengungen die Regeneration des Körpers.

Das Abheilen der Wunde verzögert sich auch bei übermäßiger Wärme. Sonnenbäder, Solarium oder Sauna solltest Du meiden.

Nebenwirkungen einer Entfernung

Soweit bei einem operativen Eingriff die Vorteile die Risiken übertreffen, solltest Du Dich mit den Nebenwirkungen befassen.

Wilfried Wagner, Kieferchirurg an der Uniklinik Mainz, spricht sich für individuelle Entscheidungen aus. „Je älter, desto riskanter ist der Eingriff“.

Laut Wagner stecken jüngere Menschen den Eingriff am besten weg.

„Bei Patienten zwischen 14 und 25 Jahren sind am wenigsten Komplikationen zu erwarten“.

Komplikationen können auftreten

Die Risiken hängen immer vom Umfang des Eingriffs ab.

Aufgrund der häufig veränderten Form und Bildung der Wurzel bei Weisheitszähnen ist das Entfernen sehr heikel.

Trotzdem ist eine Operation in vielen Fällen notwendig.

Bei der OP können Nerven und Blutgefäße Schaden nehmen. Dies führt zu Blutungen und Taubheitsgefühlen an der Zunge oder im Gesicht.

Wenn sich der Blutpfropfen um die Wunde vorzeitig löst, kann sich die Wunde infizieren.

Bei den meisten Menschen sind nach der OP Mundbereich und Wangen angeschwollen. Einige können den Mund für einige Zeit nicht richtig öffnen. Dies war bei mir ebenfalls der Fall. Dennoch bessert sich das in den nächsten 2 bis 3 Tagen deutlich.

Viele Patienten haben Schmerzen, die bald abklingen.

Andere Nebenwirkungen sind Blutergüsse und Schluckbeschwerden.

Eher selten kommt es zu einer Reizung oder Durchtrennung des großen Nervenstrangs entlang der Zahnwurzeln.

Sehr selten gelangt eine Zahnwurzel in die Kieferhöhle.

Die Weisheitszähne hinterlassen ein großes Loch im Kieferknochen. Es ist dennoch sehr selten, dass der Unterkiefer bricht.

Fazit

Es kann sein, dass Du gar keine Weisheitszähne bekommst.

Dann hast du auf der einen Seite Glück, dass sie nicht schmerzen können. Auf der anderen Seite können sie dir auch nicht nutzen.

Wenn bei Dir doch welche wachsen, durchbrechen, keine Beschwerden verursachen und deine Zahnreihen nicht verschieben, solltest Du dir gut überlegen, ob Deine Weisheitszähne entfernt werden sollen. Sie können Dir auch noch nützlich sein.

Bereiten sie aber Probleme müssen sie gezogen werden.

Nach der Behandlung solltest Du den Bereich stetig kühlen und auf bestimmte Lebensmitte, Rauchen und Sport verzichten. Wichtig ist jetzt, dass die Wunde gut verheilt.

Hast du Schmerzen, kannst Du zu den bestimmten Schmerzmitteln greifen.

Wurden bei Dir Weisheitszähne gezogen? Was sind Deine Erfahrungen? Schreibe einen Kommentar unter den Artikel.

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