21 Symptome, die auf CMD hindeuten. Lass Dich richtig behandeln.

liegende patienting mit CMD wird am Kiefer untersucht

Ursprünglich nannte es die Medizin das "Costen-Syndrom". Hintergrund waren die Folgen einer Fehlstellung des Kiefers oder einer falschen Bisslage. Der Begriff ist jedoch veraltet. In Deutschland nennt man es heute Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion. Kurz gesagt CMD. Dabei steht Cranium für den Schädel, Mandibula für den Unterkiefer und Dysfunktion für Fehlfunktion.

Es sind oft nur Mikromillimeter, um welche die Kiefergelenke von ihrer normalen Position abweichen. Doch dadurch stören sie bereits wichtige Funktionen im Deinem Körper.

In manchen Fällen trifft mehr die Bezeichnung Cranio Vertebrale Dysfunktion (CVD) auf die Symptome zu. Dies bezeichnet eine Fehlregulationen zwischen dem Schädel (Cranium) und den Wirbeln (Vertebrae).

Der Weg zu einem definitiven CMD-Befund kann langwierig und kostspielig sein. Was sich hinter Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit oder Panikattacken verbergen kann, müssen Fachärzte teilweise über unterschiedliche Untersuchungen herausfinden. Und das oft übergreifend in alle möglichen Fachgebiet der Medizin.

CMD ist kein Schicksal

Die Ursache einer craniomadibulären Dysfunktion liegt meistens an einem "falschen Biss". Gemeint sind Fehlfunktionen der Zähne und Kiefergelenke.

Die Zahnmedizin spricht hierbei von einer gestörten Okklusion der Zähne. Eine Okklusion beschreibt den Kontakt zwischen den Zähnen des Oberkiefers und Unterkiefers.

Auslöser einer CMD sind oft Zähneknirschen, kieferorthopädische Überregulierungen und mangelhafte Prothesen.

Des Weiteren kommen auch schlecht sitzende Kronen oder Brücken, fehlerhafte Füllungen, Zahnfehlstellungen und Haltungsfehler in Frage.

In seltenen Fällen kann die CMD sogar eine Folge von Stress sein.

CMD ist ein etwas anderer Gesichtsschmerz

Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie hat die Bezeichnung CMD mehr den Charakter eines Befundes.

Es handelt sich um eine Reihe von Symptomen am Kaumuskel, Kiefergelenk und den beteiligten Strukturen im Mund- und Kopfbereich.

Dementsprechend fällt eine CMD unter die Teilbereiche Okklusopathie, Myopathie und Arthropathie. Hier kommt eine genauere Erklärung der Fachbegriffe.

Was ist eine Okklusopathie?

Eine Okklusopathie bezeichnet Störungen der Zahnkontakte beim Kauen und Schließen des Kiefers.

Was ist eine Myopathie?

Unter einer Myopathie versteht die Zahnmedizin Beeinträchtigungen der Kau- und Hilfsmuskulatur.

Was ist eine Arthropathie?

Die Arthropathie bezieht sich auf Abweichungen im Kiefergelenk.

Was genau ist das CMD Syndrom?

Eine CMD ist einer Erkrankung des Kiefergelenks. Dabei kann sie zahlreiche Symptome auslösen. Das erschwert die Diagnose erheblich.

Kurzer ein Blick in den Verlauf von CMD

Zu Beginn schmerzt vor allem der Kiefer.

Längerfristig können die Beschwerden übergreifen zu Herz-Rhythmus-Störungen.

Aber auch Brustschmerzen, Migräne, Tinnitus oder auch Beschwerden beim Schlucken sind möglich. Manche Patienten können ihren Kiefer nur schwer öffnen.

Oftmals knacken und reiben die Kiefergelenke bei jeder Bewegung.

Weiterhin können die Schmerzen auf die Zähne ausstrahlen.

Viele Betroffene leiden unter Schmerzen in den Bereichen Mund, Gesicht, Kopf, Nacken, und Rücken. Dabei können einige Patienten ihren Kopf kaum drehen.

Viele berichten auch von Problemen an Hals, Wirbelsäule und Schulter.

Warum gibt es CMD?

Die zwei Hauptrisiken für die Erkrankung CMD sind Stress und Fehlstellung der Zähne.

Ob Deine Zähne richtig stehen, kann Dein Zahnarzt herausfinden.

Die Frage nach Deinem Stress-Level kannst Du selber für Dich beantworten. Hier ist vor allem der emotionale Stress in Beruf und Familie für die Verspannung der Kaumuskulatur verantwortlich.

Warum ist die CMD-Diagnose so schwierig?

In der Öffentlichkeit ist CMD weithin unbekannt. Selbst Ärzte nehmen den Zusammenhang zwischen der Fehlstellung zwischen Kiefer und Schädel und dem Bewegungsapparat nicht immer wahr.

Unterschiedliche Schmerzen im Kopfbereich können zu unklaren Diagnosen führen.

Deshalb ist in manchen Fällen eine fachübergreifende Diagnostik sinnvoll. Dadurch ist es mögliche Erkrankungen aus anderen medizinischen Fachgebieten auszuschließen.

Was haben Unfälle in Verkehr, Sport oder Beruf mit CMD zu tun?

Wenn Du einen Unfall hattest, untersucht Dich ein Durchgangsarzt zuerst auf direkte Verletzungen und Einwirkungen des Unfalls.

Nachfolgend können am Kopf, Hals, Schultern und Nacken weitere Beschwerden auftreten. Dies können Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Verspannungen sein.

In der Regel treten diese Beschwerden erst einige Tage, Wochen, oder gelegentlich auch Monate später erst auf.

Deshalb stellen weder Patienten noch behandelnde Ärzte keinen Zusammenhang mit dem Unfall her.

Wer hat CMD?

Du wirst es kaum glauben, aber über die Hälfte der deutschen Bevölkerung leidet unter ständigen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen.

Solange sich die Ursachen nicht aufklären lassen, bleibt es bei diesen Beschwerden.

Es kann durchaus sein, dass die Ursache im Kiefer liegt.

Und etwa acht Prozent der Deutschen haben nachweislich eine CMD.

Davon bedürfen etwa drei Prozent einer Behandlung. Denn nicht jedes Knacken oder jede Abweichung im Zahngefüge verursacht nachhaltige Schäden.

Wie entsteht CMD?

Am Anfang steht eine fehlerhafte Bisslage.

Dies kommt von einem gestörten Zusammenspiel der Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer. Dadurch bringen sich die beiden Kiefergelenke in eine unnatürliche Lage.

Sind die Kiefergelenke aus ihrer normalen Position gehoben, entsteht Druck auf die umliegende Muskulatur.

Nun wirken unnatürliche Kräfte, welche die Muskulatur extrem beanspruchen und belasten.

Dabei können selbst minimale Veränderungen am Kauapparat erhebliche Fehlfunktionen der Gelenke herbeiführen.

Je länger Fehlbelastungen auf Muskulatur und Kiefergelenke einwirken, desto stärkere Folgen erwarten Dich.

Verspannungen und Schmerzen erscheinen bisweilen an ganz anderen Körperteilen. Zunächst schmerzen die Zähne, Kiefergelenke, Gesicht, Kopf und Nacken.

Wer diagnostiziert CMD?

Wenn Du einmal ehrlich zu Dir selbst bist. Würdest du mit Magenproblemen zum Zahnarzt gehen? Wohl eher nicht.

Da die Symptome so vielfältig sind, fallen sie oft nicht ins Berufsfeld eines Zahnarztes. Deshalb sind Zahnärzte häufig nicht die erste Anlaufstelle.

Viele Patienten vermuten die Ursachen weniger im Mund oder Kiefergelenk, als direkt am schmerzenden Körperteil.

In der Regel finden die aufgesuchten Ärzte kein passendes Erkrankungsbild.

Aus diesem Grund werde Patienten gerne als nicht-typisch erkrankte oder psychosomatisch Erkrankte eingestuft.

Diese falsche Einstufung ist wiederum ganz typisch an CMD. Die unterschiedlichen Fachärzte können keinen krankhaften Befund an den untersuchten Organen und Geweben feststellen. Hierzu gibt es auch einen umfangreichen Artikel von Dr. med. dent. Andre von Peschke.

Am besten wendest Du dich schnellstmöglich an einen CMD-Spezialisten. Er kann auf jeden Fall die Zusammenhänge herstellen oder auch ausschließen.

Wer stellt CMD fest?

Deine erste Anlaufstelle bei CMD ist immer Dein Zahnarzt. Daraufhin können jedoch auch weitere medizinische Einrichtungen involviert werden.

Die Kunst besteht darin, herauszufinden unter was Du wirklich leidest.

Nur Mediziner mit breitem Wissen in verschiedenen Fachbereichen können die Anzeichen deuten. Und Dich dann an einen passenden Zahnarzt überweisen, der auf Funktionsstörungen spezialisiert ist.

Was sind CMD Symptome

Wie Du gesehen hast, ist die Diagnose alles andere als einfach. Es gibt einfach sehr viele Symptome, in denen sich CMD äußern kann.

1) CMD Kopfschmerzen

Der Kopfschmerz ist eines der Leitsymptome einer CMD. Aber wahrscheinlich wirst Du eher zu deinem Hausarzt oder zu einem Spzezialisten in der Neurologie gehen.

Beispielsweise können nach einer kieferorthopädischen Behandlung oder zahnärztlichen Maßnahmen erste Kopfschmerzen auftreten.

2) CMD Gesichtsschmerzen

Auch hier orientierst Du Dich gegebenenfalls an einer Schmerzklinik, am Neurologe, Neurochirurgen oder Anästhesisten.

Ebenso wie durch Entzündungen der Kieferhöhlen, Zahnnerven oder am Zahnhalteapparat können Gesichtsschmerzen hervorgerufen werden. Diese können von fehlbelasteten Kiefergelenken oder der Kaumuskulatur stammen.

3) CMD Sensibilitätsstörungen im Gesicht

Erste Ansprechpartner sind oft der Neurologe, Neurochirurg oder Anästhesist.

Die Sensibilitätsstörungen gehören jedoch auch zum fortgeschrittenen Stadium einer CMD.

4) CMD Schwellungen im Gesicht

Möglicherweise stellt die HNO-Klinik, der Zahnarzt, Kieferchirurg oder Neurologe bereits eine Verbindung zu einer CMD her.

Denn eine CMD verursacht relativ häufig Schwellungen an der Wange und Schläfe. Diese Schwellungen sind stark durchblutet und gerötet.

5) CMD wackelnde und wandernde Zähne

An den Zähnen kann eine CMD sich in zwei Formen zeigen.

CMD wackelnde Zähne

Der Zahnarzt behandelt die Entzündungen des Zahnfleisches und Zahnhalteapparates auf Parodontitis.

Wenn er keine Erfolge verzeichnet, steckt meist eine CMD hinter den Beschwerden.

CMD "Zahnwanderungen"

Wenn der Zahnarzt deutliche Abschleif-Spuren und Defekte an den Zahnhälsen feststellt, kann es sich um CMD handeln.

Auch Veränderungen der Zahnstellung deuten auf CMD hin. Insbesondere die Lückenbildung zwischen den beiden mittleren, oberen Frontzähnen ist ein guter Hinweis.

6) CMD Blähungen

Bei Blähungen suchst Du wahrscheinlich zuerst Hilfe beim Internist oder Heilpraktiker.

Ob es sich dabei um eine direkte Folge einer gestörten Nahrungszerkleinerung handelt ist unklar. Die Blähungen können auch von der schlechten Muskelbeweglichkeit in der Kaumuskulatur entstammen.

Möglich ist auch eine Störung des vegetativen Nervensystems.

7) CMD Sensibilitäts-Störungen an den oberen Extremitäten

Wenn ein Neurologe, Neurochirurg oder Anästhesist keine Diagnose stellen kann, rührt dies möglicherweise von einer CMD.

Die Symptome sind Taubheits-Gefühle oder Kribbeln an Arm und Fingerspitzen.

Hierbei irritieren verspannte Muskeln von Hals, Schulter und Nacken weitere verlaufende Nerven.

8) CMD Augen

Bei stichartigen Schmerzen hinter den Augen suchst Du zuerst den Augenarzt auf.

Doch hinter der knöchernen Augenwand befindet sich auch der Muskel, um den Unterkiefer vorwärts und seitwärts zu bewegen.

Treten die Schmerzen direkt nach dem Essen auf, hast Du es mit einer CMD zu tun.

9) CMD "Ohrenschmerzen"

Der Hals-, Nasen-, Ohrenarzt kann keine plausible Erklärung für Deine Ohrenprobleme finden?

Dies ist durchaus möglich, wenn die Probleme aus dem Kiefergelenk kommen. Dieses befindet sich direkt am Ohr.

10) CMD "Migräne"

Oft stellen Neurologie, Neuro-Chirurgie oder das Schmerz-Zentrum eine Diagnose auf Migräne.

Misstrauisch solltest Du besonders bei einer atypischen Migräne sein. Denn hier handelt es sich häufig um muskuläre Symptome der CMD.

11) CMD Zug-Empfindlichkeit

CMD-Patienten berichten anfangs nur dem Neurologen von ihrer ausgeprägten Zugempfindlichkeit am Kopf.

Ziehst Du Dir Schal, Mütze oder Stirnband auf, obwohl es noch nicht wirklich Kalt ist?

Das verspüren eines Seitlichen Kopfschmerzes ist ebenfalls ein Symptom.

12) CMD und wandernde Schmerzen am Kiefer

Bei Kieferschmerzen wendest Du Dich meist an Deinen Zahnarzt oder Kieferchirurgen.

Kann er Parodontitis, Neuralgien, Beschwerden aus dem Zahn oder Tumore ausschließen?

Dann können die Schmerzen nur noch von fehlbelasteten Kaumuskeln oder Kiefergelenken stammen.

13) CMD "Kieferhöhlen-Entzündung"

CMD Patienten leiden häufig an Beschwerden am Jochbein.

HNO oder Kieferchirurg nehmen hier eine Kieferhöhlen-Entzündung an. Untersuchungen können dies jedoch nicht bestätigen.

An dieser Stelle verläuft der gleiche Muskel, der für die stichartigen Schmerzen hinter dem Auge sorgt.

14) CMD Knacken und Schmerzen im Kiefergelenk

Im Normalfall wendest Du Dich an einen Zahnarzt, Kieferorthopäde oder Kieferchirurgen.

Eine sehr frühe Behandlung von Fehlbelastungen an Gelenkstrukturen ist wichtig. Denn die Gelenke sind nicht durchblutet. Deshalb besteht eine geringe Fähigkeit selbst zu regenerieren.

15) CMD und Verspannungen an Hals, Schulter und Nacken

Ein Orthopäde, Physiotherapeut oder Osteopath untersuchen die Probleme anhand einer aufsteigenden Symptomatik.

Erklärung der aufsteigenden Symptomatik

Bei einer aufsteigenden Symptomatik untersucht Dich der Arzt von der Stelle wo der Schmerz im Körper auftritt den Körper aufwärts zur Ursache.

Zum Beispiel kann ein schief stehendes Beckes die Wirbelsäule beeinträchtigen und damit die Fehlstellung auf das Kiefergelenk übertragen. Dies ist eine aufsteigende Symptomatik.

Erklärung der absteigenden Symptomatik

Dahingegen ist eine Absteigende Symptomatik eine Beschwerde beginnend oben am Körper welche sich abwärts vorsetzt.

Beispiele sind Zahnfeshlstellung, Weisheitszähne oder ein falscher Biss, die eine Kieferfehlstellung bedingen. Und diese sich über die Wirbelsäule bis in die Beine bemerkbar macht.

Warum der Unterschied wichtig ist.

Auch Fehlstellungen des Beckens können zu Fehlstellung des Kiefergelenks führen.

Doch Verspannungen am Kaumuskel können auch am Kopf beginnend und sich hinunter auf die verschiedenen Muskeln fortsetzen.

Ein CMD Spezialist kann zweifelsfrei nachweisen, ob es sich dabei um eine absteigende oder aufsteigende Symptomatik handelt.

Dadurch kann die Ursache eindeutig identifiziert werden.

16) CMD und psychische Beschwerden

Eine CMD kann weder ein Psychologe, Neurologe oder Psychiater heilen.

Aber ständige Schmerzen ohne Hilfe zu finden zermürben und belasten die Psyche.

Das kann zu psychischen Problemen führen. Dennoch bleibt die eigentliche Ursache unbehandelt.

Andersherum können auch in ganz seltenen Fällen psychische Erkrankungen zu CMD führen.

17) CMD Rückenschmerzen

Ein Orthopäde kann die Schmerzen lindern, während der CMD-Spezialist absteigende Symptome heilen kann.

Was absteigende Symptome sind, haben wir hier im Detail angeschaut.

Verspannungen aus der Kaumuskulatur können sich über Hals, Schulter und Nacken bis in den Rücken hinunter fortsetzen.

18) CMD Schlafstörungen

Ein Neurologe findet bei CMD-Patienten keine Antworten.

Die Betroffenen schlafen unruhig und knirschen sich häufig die Zähne aus.

19) CMD Morgendliche Verspannungen bis hinunter zum Rücken

Ein Orthopäde kann die Ursachen von CMD nicht beseitigen.

Morgens haben Patienten häufig das Gefühl eines festen Bisses. Als ob die Zähne nicht auseinander gingen.

Das Öffnen des Kiefers ist mühsam und schmerzhaft.

20) Warum Schluckbeschwerden bei CMD?

Der Kloß im Hals kommt von einer CMD verursachten Verspannung der Halsmuskulatur. Ein HNO-Arzt kann weitere Erkrankungen ausschließen.

21) CMD Tinnitus

Wenn Dein HNO-Arzt keine Diagnose stellen kann, erscheint ein CMD verursachter Tinnitus naheliegend.

Dahinter steckt vermutlich eine gemeinsame Nervenversorgung an Kiefergelenk und Innenohr.

Wie findet mein Zahnarzt heraus, ob ich CMD habe?

Ein CMD-Spezialist kann eine bestehende CMD mit bloßem Auge erkennen.

Weiterhin ertastet der Arzt die Erkrankung. Über einen Beißtest stellt er eine falsche Bisslage fest.

Weitere technisch umfangreiche Untersuchungen können die falsche Lage ganz genau ermitteln.

CMD was nun?

Das frühe Behandeln einer diagnostizierten CMD ist sehr wichtig. Ansonsten besteht ein hohes Gesundheitsrisiko.

Die Fehlfunktionen des Gebisses sowie Belastungen des Kiefergelenks schreiten weiter fort. Damit erschweren sich die Aussichten auf Heilung.

CMD wohin?

Dein Zahnarzt oder Kieferorthopäde ist einerseits für die Funktionsdiagnostik zuständig. Andererseits stellt er die passende Bisslage ein.

Also solltest Du einen von beiden aufsuchen.

Was hilft wirklich bei CMD?

Um die Beschwerden richtig zu lokalisieren, kann nur eine genaue Diagnostik helfen. Danach entscheidet sich auch Deine Behandlung.

Wer behandelt CMD?

Neben dem Zahnarzt können weitere Fachärzte auf die Heilung einwirken.

Beispielsweise kann Dein Hausarzt Medikamente zur Entspannung verschreiben.

Bei Rückenproblemen unterstützt Dich Dein Orthopäde.

Wie CMD behandeln?

Liegt das Problem am Knirschen, fertigt Dein Zahnarzt eine Knirscher-Schiene an. Damit nimmt er den Zähnen die nächtlich wiederkehrenden Belastungen ab.

Die Kunststoff-Schiene verhindert ein Abreiben der Zähne. Weitere Folgen einer CMD können nun nicht mehr auftreten.

Doch Dir sollte bewusst sein, dass eine Aufbiss-Schiene nicht das eigentliche Problem des Knirschens löst.

Therapie der CMD

Es gibt so viele Therapieansätze für eine CMD wie ihre Symptome.

In den meisten Fällen bleibt es bei Maßnahmen, die die Symptome behandeln. Das heißt, dass Hilfsmittel die Schmerzen lindern, ohne das Problem an der Wurzel zu fassen. So entstehen Dauerpatienten.

Eine funktions-diagnostische Therapie geht die Ursachen an. Dadurch kannst Du ohne Hilfsmittel beschwerdefrei leben.

Gibt es CMD Schmerzmittel?

Oft greifen wir sehr schnell zu Schmerzmitteln. Dennoch solltest Du Dir folgendem bewusst sein.

Ein Phänomen bei CMD-Patienten ist, dass Schmerzmittel meist nicht oder nicht mehr wirken.

Was kannst Du selbst tun bei CMD?

Meditation einer Gruppe im Gras in Bürokleidung

Wenn der Körper Warnsignale aussendet, hilft es möglicherweise den Lebensstil zu ändern.

Stress abbauen

An erster Stelle ist es wichtig übermäßigen emotionalen und physischen Stress abzubauen.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass mir Meditation und autogenes Training sehr geholfen haben.

Übungen zur Muskelentsapnnung

Ich hatte zwar keine CMD, aber auch Beschwerden in den Kiefergelenken.

Hier ist ein Video von YouTube mit Übungen bei CMD-Syndrom. Diese Übungen haben mir geholfen, die Kiefermuskulatur deutlich zu entspannen.

Welches Medikament hilft bei CMD?

Eine Behandlungsmethode stellt den Einsatz von Botox dar. Dadurch soll das Zähneknirschen zur Ruhe kommen.

Die Botulinumtoxin-Behandlung hat jedoch auch Nachteile. Zum einen ist eine Injektion sehr kostspielig. Zum anderen können massive Schäden am Kieferknochen auftreten.

Wer zahlt die CMD Behandlung?

Eine Funktionsanalyse kostet zwischen 80 und 200 Euro. Dabei übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten.

Dazu kommen weitere Kosten, wenn Du zusätzliche Maßnahmen zur Diagnostik unternimmst. Überdies tragen Patienten auch die Behandlung des Kiefers selbst.

Wie lange dauert CMD Heilung?

Nach der Diagnose kannst Du mit Deinem Arzt einen individuellen und passenden Behandlungsplan erstellen.

Die Maßnahmen unterscheiden sich in Art und Ausmaß der Erkrankungen.

CMD und was zahlt die Krankenkasse?

Die Knirscherschiene übernehmen gesetzliche und private Krankenkassen. Aber bestimmte Arbeitsschritte und Diagnoseverfahren sind in der Bezahlung einer Therapie nicht inbegriffen.

Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Das Erstellen der Diagnose (Funktionsanalyse) und das Sanieren der Kauflächen (Funktionstherapie) stellen meist private Leistungen dar. Dadurch werden diese nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Bevor Du eine CMD-Behandlung eingehst, wendest Du Dich besser an die Krankenkasse und klärst die Kostenübernahme persönlich ab.

Fazit

CMD ist also eine Erkrankung des Kiefergelenks. Aber die Symptome sind so viel fällig, dass eine Diagnose sehr schwierig ist.

Da sehr viele Fachbereiche der Medizin und damit viele Ärzte involviert seien können, kann es zu einer fehlerhaften Diagnose kommen.

Wichtig für Dich zu wissen ist, dass diese Symptome alle auf CMD hinweisen können. Und wenn Du den Verdacht hast, Dich zu einem CMD-Spezialisten begibst. Nur er kann die wirkliche Ursache feststellen und dir dauerhaft die Beschwerden nehmen.

Welche Erfahrungen hast Du mit CMD gemacht? Welche Ärzte kannst Du empfehlen? Kommentiere unter diesem Beitrag damit viele Patienten von Deinen Erfahrungen profitieren können.

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Costen-Syndrom
https://www.madsen.de/kiefergelenk-/erkrankungen/costen-syndrom/
https://www.gzfa.de/diagnostik-therapie/cmd-craniomandibulaere-dysfunktion/
https://www.cmd-arztsuche.de/was-ist-cmd/
https://de.wikipedia.org/wiki/Okklusion_(Zahnmedizin)
https://www.gesundheit.de/krankheiten/mund-und-zaehne/zahnfehlstellungen-und-kieferfehlstellungen/cmd
http://www.zahngesundheit-online.com/Medizingeraetediagnostik/Funktionsanalyse/

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